Einen Monat Sport nonstop

Ich mache gerne Sport. Ich mag es, mich auszupowern, zu schwitzen und dann mit einem Lächeln im Gesicht unter der kalten Dusche zu stehen und so gut gelaunt zu sein, dass ich lauthals zu meinen Lieblingssongs mitsinge und sogar anfange unter der Dusche zu tanzen. Und es ist ein gutes Gefühl, am nächsten Tag Muskelkater zu haben. Zu merken, dass man was gemacht hat. Aber ich mag es – zugegebenermaßen – auch, einfach mal nichts zu tun. Einfach ein bisschen auf dem Sofa liegen und faulenzen.

Dann kam dieser eine Monat. Der Monat, in dem ich eine Sport-Flatrate von Fitrate testen durfte. Einen Monat so oft und so viel Sport machen wie ich möchte. Ich hatte die Qual der Wahl und konnte aus über hundertfünfzig Studios und etwa dreißig Sportarten wählen. Heute Yoga in Bogenhausen, morgen Tanzen in Maxvorstadt, übermorgen Pilates in Neuhausen. Ich habe vieles ausprobiert und neue, außergewöhnliche Sportarten für mich entdeckt…

Fitrate Sport München
© pixabay.com – wokandapix

Es ist Dienstagabend, kurz nach halb neun. Draußen herrscht noch immer sommerliche Hitze, es war ein heißer Tag. Vier Frauen stehen in einem Münchner Sportstudio, eine Trainerin vor der mit Spiegeln verkleideten Wand, drei Kursteilnehmerinnen in einer Reihe dahinter. Sie tanzen. Nicht Discofox, Garde oder Salsa. Nein, jede tanzt vor einem Stuhl. Es ist ein Lap-Dance-Kurs. Und ich bin eine der Kursteilnehmerinnen.

Zu langsamen R’n’B-Beats läuft jede von uns anmutig auf einen leeren Stuhl zu, in High Heels. Wir drehen uns um, werfen einen Blick in den großen Spiegel und schwingen dabei unsere Hüften langsam und sinnlich von der einen Seite zur anderen. Und wieder zurück. Wir drehen uns zum Stuhl, gehen langsam auf ihn zu, steigen behutsam mit dem rechten Fuß auf die Sitzfläche, setzen die Spitze des linken Fußes daneben, und drücken uns hoch, mit der Brust voraus. Machen dabei eine kleine Welle mit dem Oberkörper, strecken das rechte Bein aus und den Hintern nach hinten. Wir stellen uns vor, wir stünden nun über einem Mann. Einem Mann, der leicht breitbeinig auf dem Stuhl sitzt, gerade so, dass unsere Fußspitzen noch auf dem Stuhl, und zwischen seinen Beinen, Platz finden. Wir verlagern das Gewicht zum Beat des Rihanna-Songs langsam von dem einen Bein auf das andere, bewegen dabei den Po sinnlich mit, bevor wir dann auf dem Stuhl in die Knie gehen, die Beine auseinandernehmen und uns schließlich langsam auf seinen Schoß setzen. Auf den Schoß, der an diesem Dienstagabend nur in unserem Kopf auf diesem Stuhl sitzt…

Den Lap-Dance-Kurs habe ich von da an jede Woche besucht. Woche für Woche haben wir zu neuen Songs Choreografien einstudiert. Es hat jedes Mal super viel Spaß gemacht, ich habe mich gut gefühlt. Und sexy. Und wir Mädels haben immer viel gelacht. Es ist schon witzig, wenn du gleich in der ersten Kurs-Stunde zu Übungszwecken für eine andere Kursteilnehmerin tanzt, und dann – weil es die Choreo so vorsieht – auf ihr sitzt und dir in diesem Moment einfällt, dass ihr euch noch gar nicht mit dem Namen kennt und du dich dann (wo man sich schon so nah ist) erstmal vorstellst. „Hi, ich bin übrigens Michelle!“. Schallendes Gelächter im ganzen Raum. Eine Dreiviertelstunde später sitze ich geschwitzt und glücklich auf meinem Rad und fahre grinsend durch die Sommernacht nach Hause.

Sport nonstop – Glücksgefühle nonstop

Der Sport hat mir gut getan. So gut, dass ich fast nur noch in irgendeinem Münchner Sportstudio stand. Ich habe selten so viel Sport gemacht wie in diesem Monat. Und es hat (fast) immer richtig viel Spaß gemacht. Ich hab den Stress im Büro gelassen, hab mich ausgepowert und bin statt mit Stress und vollem Kopf mit einer Menge Endorphine nach Hause gefahren. Es hat mir wirklich gut getan. Körperlich und seelisch. Ich hab mich gut gefühlt und fit, und ich war happy. Was besonders viel wert war, weil ich zu diesem Zeitpunkt frisch getrennt war. Zwei der vier Test-Wochen hatte ich Urlaub, dadurch konnte ich die neugewonnene Zeit für mich auch wirklich für mich und meinen Körper nutzen. Ich konnte ganz flexibel alle Kurse besuchen, die ich wollte. Fast jeden Abend lag ich im Bett und habe auf der Fitrate-Website nachgeschaut, welche Kurse in den nächsten Tagen angeboten werden.

Allein der Weg zum Sport und wieder heim hat mir gut getan. Wann immer es das Wetter und die Distanz zum jeweiligen Studio zugelassen hat, bin ich mit dem Rad hingefahren. Einen Monat lang bin ich durch München geradelt, von einem Sportstudio zum anderen. Und auf dem Heimweg vielleicht nochmal eine Sonnen-Pause im Hirschgarten eingelegt. So macht Sommer Spaß.

Aerial Yoga München
© pixabay.com – JudiCBell

Was ich dann tatsächlich noch ausprobiert habe? Yin Yoga, Aerial Yoga, Pilates, Streching,  Zumba, Contemporary Tanz, Twerk und Burlesque. Ich habe mich gefühlt wie Miley Cirus und Dita von Teese. Außerdem war ich endlich mal wieder in einer HipHop-Tanzstunde. Ich tanze HipHop seit ich 15 bin, musste aber leider vor knapp drei Jahren verletzungsbedingt aufhören. Beziehungsweise pausieren. Irgendwann will ich wieder tanzen. Irgendwann werde ich wieder tanzen. Ja, das klingt besser.

Key Facts zu Fitrate

Das Prinzip ist einfach: Fitrate bündelt eine Vielzahl von Sportstudios für dich, hast du eine Fitrate-Mitgliedskarte darfst du also unzählige Kurse in diesen Studios besuchen. Du bist flexibel und kannst spontan entscheiden wann du welchen Sport machen willst. Je nachdem, was du monatlich ausgeben willst, kannst du ein wenig oder sehr aktiv sein. Mit der goldenen Karte hast du zum Beispiel quasi eine Sport-Flatrate. Das ist super cool, hat aber natürlich seinen Preis.

Blaue Karte (33€ pro Monat) – 4 Besuche pro Monat

Silberne Karte (66€ pro Monat) – 4 Besuche pro Studio / Monat

Goldene Karte (99€ pro Monat) – Unbegrenzt Besuche pro Monat

Fitrate gibt es übrigens nicht nur in München, sondern auch in Nürnberg und Augsburg. Wenn du alle Details wissen willst, findest du hier alle Infos.

Ein Résumé

Es war ein toller Monat. Es war schön, endlich mal wieder tanzen zu können. Nicht nur zuhause und im Club, sondern so richtig mit Choreografien, Konzentration und Kraft. Und es war toll, dass mir nie langweilig wurde – ich hatte die Qual der Wahl und habe ausprobiert, was ich schon immer mal machen wollte oder was mich beim Website-Durchforsten direkt angesprochen hat. Lap-Dance und Yin Yoga wurden zu einem festen Bestandteil meiner Woche und drumherum habe ich immer etwas Neues ausprobiert. Und trotzdem gibt es so viel, was ich nicht geschafft habe: Pole Dance zum Beispiel.

Wie ich Fitrate fand? Hier ein paar Vor- und Nachteile aus meinen Augen:

Vorteile

  • Vielzahl an Sportstudios und Sportarten
  • Möglichkeit, Sportarten einfach mal auszuprobieren
  • Abwechslung
  • Flexibilität
  • Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen
  • keine Vertragslaufzeiten

Nachteile

  • nicht zwingend feste Sport-Gruppen (für die, die Routine mögen)
  • nicht einheitlich, ob man sich vorher zu einem Kurs anmelden muss oder einfach kommen kann

Mir hat mein Sport-Monat richtig, richtig gut getan. Und jetzt, wo er rum ist, und ich nur noch laufen gehe, fehlt mir die Abwechslung und der Spaß am Team-Sport. Und meine Lap-Dance-Mädels. Ich hätte meine Fitrate-Karte wirklich gern verlängert. Aber das Geld hab ich leider gerade nicht. Ich bin noch ein Jahr im Volontariat und muss noch ziemlich auf’s Geld schauen und ein bisschen sparen. So lange muss ich mich mit kostenlosem Outdoor-Sport begnügen. Aber wer weiß, vielleicht danach… 😉

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4 Gedanken zu “Einen Monat Sport nonstop

  1. Das ist wirklich eine tolle Sache! Hört sich nach viel Spaß an.
    Ein ausschlaggebender Punkt warum ich mich im Fitnessstudio angemeldet habe, war dass ich viel Abwechslung habe, ich bin zur Zeit im ai-fitness.de und kann dort an vielen verschiedenen Kursen teilnehmen. Ich habe mittlerweile auch schon einiges ausprobiert und liebe die Abwechslung.
    Lg,
    Annika

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